Voraussetzungen

„We have to invest in our leadership before we can expect an investment in tools“ ( Holly Ross, NTEN)

Die neuen Internet-Tools sind kostengünstig oder unentgeltlich zu erwerben. Sie setzen aber andere Investitionen als Geld voraus. Und zwar nichts Geringeres als ein verändertes Selbstverständnis der Nonprofit-Organisation.

Gemeinnützige Organisationen sind nicht nur Dienstleister, sondern in erster Linie zivilgesellschaftliche Akteure, die wichtige Funktionen für unser demokratisches Gemeinwesen erfüllen:

  • sie binden Menschen ein, bauen Netzwerke auf und schaffen so soziales Kapital auf kommunaler Ebene
  • sie bieten Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger
  • sie bündeln und vertreten gemeinsam mit ihren Unterstützern Interessen
  • sie zählen auf örtlicher Ebene zu den institutionellen Akteuren mit dem Potential zu sozialem Wandel und Innovation

Diese Funktionen können gemeinnützige Organisationen nur erfüllen, wenn sie auf Bürgerschaftlichkeit und demokratische Steuerung setzen, d.h. wenn sie sich öffnen für Beteiligung und Koproduktion.

Dies impliziert, dass die eigenen Stakeholder als Ressource und nicht als Bedrohung betrachtet werden. Statt auf Kontrolle, Abgrenzung nach außen hin und Intransparenz zu bauen, wächst der Mehrwert für jene gemeinnützigen Organisationen, die auf ein partizipatives Stakeholder-Management setzen.

Das Internet steht für Vernetzung, nutzergenerierte Inhalte und Netzwerkstrukturen. Je besser sich eine Organisation an diese Umgebung anpasst, umso erfolgreicher wird sie den neuen öffentlichen Raum und soziale Medien nutzen können.

Mehr Informationen über Situation und Zukunft gemeinnütziger Organisationen und die Potentiale sozialer Medien für die Zivilgesellschaft finden Sie in meinem Weblog Nonprofits-vernetzt.de